Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wird in zwei Typen unterschieden. Bei Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankungen. Hiervon sind derzeit etwa 400.000 Menschen in Deutschland über alle Altersklassen hinweg betroffen. Typ 2 zählt zu den sogenannten Volkskrankheiten. In Deutschland sind aktuell etwa sechs Millionen Menschen erkrankt. Das entspricht mehr als neun Prozent der erwachsenen Bevölkerung, Tendenz steigend: So wird davon ausgegangen, dass es pro Jahr bis zu 270.000 Neuerkrankungen gibt. Zu den Spätfolgen beider Typen gehören auch Nierenerkrankungen.

Diabetes mellitus Typ 1:
Bei dieser Autoimmunerkrankung greift unser Immunsystem die Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Warum das geschieht, konnte bis heute nicht genau erforscht werden. In der Regel entwickelt sich der Typ-1-Diabetes vor dem 40. Lebensjahr, häufig bereits in Kindheit und Jugendalter. Früher wurde er deshalb auch als Jugenddiabetes bezeichnet. Aber auch in fortgeschrittenem Alter kann sich ein Typ-1-Diabetes entwickeln. In der Altersgruppe der unter 20-Jährigen sind in Deutschland etwa 25.000 Menschen betroffen. Die Patienten leiden an Insulinmangel. Hat dieser Mangel in unserem Körper ein kritisches Ausmaß erreicht, kommt es in der Regel zu typischen Beschwerden wie Durst, Harndrang, Schwächegefühl und Gewichtsverlust – vor allem bei jungen Patienten verschlimmern sich die ersten Symptome der Krankheit oft innerhalb kurzer Zeit dramatisch. Deuten Anzeichen auf Diabetes Typ 1 hin, lässt sich der Verdacht mit Blutproben bestätigen. Es gibt verschiedene Behandlungskonzepte von Diabetes mellitus Typ 1 mit Insulin. Jedes erfordert ein unterschiedliches Maß an Eigenverantwortung. Wir beraten Sie hierzu gern.

Diabetes mellitus Typ 2:

Die erbliche Veranlagung, das Alter und eine ungesunde Lebensweise sind wichtige Gründe, warum jemand an Typ-2-Diabetes erkrankt. Vor allem Bewegungsmangel und Übergewicht zählen zu den Auslösern dieser Erkrankung. Patienten haben zunächst kaum Beschwerden. Daher bleibt Diabetes Typ 2 sehr oft über einen langen Zeitraum unerkannt. Zu den ersten Anzeichen gehören allgemeine Schwäche, häufige Infektionen, schlecht heilende Wunden, trockene oder juckende Haut, Durst und häufiges Wasserlassen. Bei einem Verdacht erfolgt die Diagnose über einen einfachen Blutzuckertest. Zur Behandlung gibt es drei Therapieansätze: die Änderung des Lebensstils, die medikamentöse Therapie in Tablettenform und die Insulintherapie, zugeführt über Spritzen.

Zusammenhänge erkennen für eine bessere Therapie
Die medizinischen Erfahrungswerte zeigen, dass Diabetes und Nierenerkrankungen in einer engen Verbindung stehen. So ist Diabetes häufiger Auslöser für Nierenschädigungen. Zwar ist dieser Prozess schleichend und kann über viele Jahre dauern, dennoch besteht ein hohes Risiko. Dieses steigt, wenn Betroffene zudem auch an Bluthochdruck leiden. Erstes Anzeichen für eine Nierenschädigung ist eine erhöhte Konzentration von Eiweißen im Urin. Bleibt dies unbehandelt, kann es zur so genannten Nierenschwäche kommen. Dann wird der Körper nicht mehr vollständig entgiftet und Stoffe wie Kreatinin oder Harnstoff reichern sich im Blut an.